Grüner Blick

09

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February

2026

35 Wohneinheiten pro Hektar in Nordshausen Nord

Weiterentwicklung des Stadtteils Nordshausen

In Nordshausen Nord werden sowohl Einfamilienhäuser als auch Mehrparteienhäuser entstehen. Geplant sind für das Gebiet nun statt 25 etwa 35 Wohneinheiten pro Hektar, was einer flächensparenden und sozial ausgewogeneren Planung entspricht. Dem Bebauungsplan für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung dieses Stadtteils haben die Stadtverordneten zugestimmt.  

„Das Plangebiet stellt eine bedeutende Potenzialfläche dar. Wir haben hier die Chance, zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen, der ökologische Verantwortung, soziale Durchmischung und städtebauliche Qualität miteinander verbindet. Dieser Bebauungsplan trägt eine grüne Handschrift.“ Selina Holtermann, Sprecherin der Rathausgrünen für Stadtentwicklung

Im Einklang mit Klimazielen

Der Beschluss ist für sie „das Ergebnis eines langjährigen und sorgfältigen Planungsprozesses“. Holtermann dankte dem Ortsbeirat für die ausführliche Darstellung der Anregungen und der konstruktiven Kritik: „Viele der in den vergangenen Jahren angesprochenen Punkte wurden von den Fachämtern aufgenommen und überarbeitet.“ Der Entwurf verfolgt laut Holtermann eine maßvolle, integrierte Entwicklung, bei der es nicht um maximale Verdichtung, „sondern um Qualität, Nachhaltigkeit und eine gute Abstimmung mit der bestehenden Struktur“ geht.

Vorgesehen ist eine kleinteilige Bebauung, ergänzt durch öffentliche Räume, eine fuß- und radgerechte Erschließung sowie ausreichend Grün- und Freiflächen mit Aufenthaltsqualität. Klimarelevanzprüfung und Klimagutachten kommen zu dem klaren Ergebnis, dass der Planungsraum keine besondere Bedeutung als Kaltluftentstehungsgebiet besitzt und eine relevante Beeinträchtigung angrenzender Siedlungsräume ausgeschlossen werden kann. Vorgesehen ist allerdings, auf eine nicht zu dichte Bebauung, gute Durchlüftung und sinnvoll ausgerichtete Mehrfamilienhäuser zu achten. Hinzu kommen konkrete Maßnahmen: begrünte, flach geneigte Dächer, Regenwasserversickerung vor Ort, Erhalt wertvoller Gehölze, Photovoltaik auf mindestens 50 Prozent der Dachflächen und der Ausschluss fossiler Brennstoffe.

„Dieser Bebauungsplan steht im Einklang mit den Kasseler Klimazielen und unterstützt die Entwicklung sozial gemischter, lebendiger Quartiere.“ Selina Holtermann, Sprecherin der Rathausgrünen für Stadtentwicklung