Grüner Blick
09
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February
2026
Das „Rote Palais“ soll zum documenta-Standort werden. In dem früheren Kaufhaus in der Innenstadt könnten das documenta-Institut, das documenta-Archiv und mögliche weitere Einrichtungen der documenta untergebracht werden. In einem entsprechenden Antrag hat die Jamaika-Koalition aus Grünen, CDU und FDP den Magistrat gebeten, dahingehend tätig zu werden.
„Wir sind damals als Stadt nicht ganz zu Unrecht aus dem Prozess ausgestiegen. Als nach der durchgeführten Bürgerbeteiligung klar war, dass das ruruhaus eher nicht in Frage kommt, war vielen auch klar, dass die von Bund, Land und vor allem von uns bereit gestellte Summe von 31 Millionen Euro nicht annähernd für einen Neubau ausreichen wird“, erinnert Gernot Rönz, kulturpolitischer Sprecher der Rathausgrünen. „Und spätestens seitdem das Geld aus dem Bundeshaushalt herausgenommen wurde, ist klar, dass wir bei diesem Thema wieder von vorne anfangen müssen. Und das sollten wir nun auch tun.“
Mit dem „Roten Palais“ gibt es laut Rönz nun einen geeigneten, zentralen Ort, den es bei den früheren Diskussionen noch nicht gab und einen Eigentümer, der nicht die komplette Fläche benötigt und auch Interesse daran hat, dass der Rest kulturell genutzt wird. Bei der Finanzierung bedarf es aus Sicht von Rönz Gespräche mit Bund, Land und gegebenenfalls anderen Förderern.
„Das documenta-Institut arbeitet seit längerem. Aber jedem ist wohl klar, dass ein Institut auch eine Heimat braucht. Und letztlich ist auch die Situation des Archivs ebenfalls keine perfekte Situation. Jedem hier sollte klar sein, dass das kein Projekt sein wird, das die Stadt Kassel alleine schultern kann und wird.“ Gernot Rönz, kulturpolitischer Sprecher der Rathausgrünen