Grüner Blick
31
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August
2026
Die städtischen Werke sind ein Unternehmen, das sich für den Ausbau erneuerbarer Energien sehr gut aufgestellt hat. Schon seit vielen Jahren wird in Windparks investiert. Auch der Umbau des Kraftwerksparks weg von der Braunkohle, hin zum Einsatz erneuerbarer Brennstoffe ist in vollem Gange.
Für Windparks wurden jeweils Projektgesellschaften gegründet. Das ermöglicht die Beteiligung weiterer Investoren, beispielsweise von Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften. Ein Vorteil ist die Begrenzung des Kapitaleinsatzes für die Städtischen Werke. Ein weiterer die hohe Akzeptanz durch die regionalen Anteilseigner. Dieses erfolgreiche Modell wird jetzt auch für den geplanten Solarpark Hümme gewählt.
„Die sehr günstigen Preise für Photovoltaikmodule ermöglichen attraktive Projekte. Die Städtischen Werke tragen damit erheblich zum regionalen Klimaschutz bei und sichern gleichzeitig einen soliden finanziellen Ertrag. Das kommt über die Verknüpfung in der KVV-Holding auch den Kasseler Bürger*innen zugute, weil die Einnahmen der Städtischen Werke das Defizit im städtischen Nahverkehr verringern.“ Eva Koch, Fraktionsvorsitzende
Die Ablehnung des Projekts durch die Herren der AfD wurde im Ausschuss damit begründet, Investitionen in Solarenergie seien unnütz, weil die Sonne nicht immer scheint. Doch deshalb investieren die Städtischen Werke gleichzeitig in die Windkraft, wie aktuell im Reinhardswald.
„Wenn im Winter die Sonne weniger scheint, weht häufiger der Wind. Außerdem soll der neue Solarpark über einen Grünstromspeicher verfügen. So kann der Strom auch über die Zeiten der Sonneneinstrahlung hinaus genutzt werden. Und besonders attraktiv: Damit lässt sich Geld verdienen.“ Eva Koch, Fraktionsvorsitzende
Bei der erneuerbaren Energieerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse geht es zunehmend um ein intelligentes Energiemanagement. Wenn in Zeiten mit hoher Sonneneinstrahlung sehr viel Strom in den Netzen ist, helfen die Speicher, diese Spitzen zu kappen. Der gespeicherte Solarstrom wird gezielt in den Abendstunden oder bei hoher Nachfrage ins Netz eingespeist, wenn die Marktpreise deutlich höher sind. Das ermöglicht zusätzliche finanzielle Erlöse.
Außerdem kann Photovoltaik dabei helfen, die bei der zunehmenden Hitze notwendige Klimatisierung von Räumen zu stemmen. Tausende von zusätzlichen Todesfällen in Deutschland durch die Hitzewellen in diesem Sommer zeigen den dringenden Handlungsbedarf - auch für die Stadt Kassel.
„In Krankenhäusern, Kitas, Schulen, Altenheime und Dachwohnungen muss gekühlt werden - Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher sind dafür die perfekte Energieversorgung: Wenn die Hitze da ist, gibt es eine hohe Sonneneinstrahlung.“ Eva Koch, Fraktionsvorsitzende
Dass die Atomenergie kein Erfolgsmodell in Zeiten des Klimawandels sein kann, zeigen Beispiele wie Ungarn und Frankreich. Wenn die Flüsse austrocknen, gibt es kein Kühlwasser mehr. Die grüne Rathausfraktion freut sich über Investitionen in erneuerbare Energien, die mit breiter Mehrheit angenommen wurde.