Grüner Blick
30
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September
2026
Die grüne Rathausfraktion freut sich über den ersten Kasseler Hitzeaktionsplan und dankt der Verwaltung für die ämterübergreifende Zusammenarbeit. Gleichzeitig sprechen sich die Grünen für eine politische Priorisierung der vorgestellten Maßnahmen aus, um möglichst zeitnah konkrete Schritte für den Hitzeschutz der Kasseler Bevölkerung unternehmen zu können.
„Der Plan beinhaltet sowohl eine Bestandsaufnahme als auch einen Maßnahmenkatalog, der eine fundierte Diskussion über weitere Schritte ermöglicht. Fest steht jedoch: Anpassungsmaßnahmen können wirksamen Klimaschutz nicht ersetzen. Beides muss immer zusammen gedacht werden.“ Dr. Martin Hoppe-Kilpper, klimaschutzpolitischer Sprecher
Der Hitzeaktionsplan dient der Stadtverwaltung und privaten Einrichtungen wie Seniorenheimen als Konzept für extreme Hitzewellen, da er besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen in den Blick nimmt, Abläufe aufzeigt und Verantwortlichkeiten festlegt. Ebenso werden der Bevölkerung hilfreiche Informationen, etwa zu „Kühlen Wegen“ und „Kühlen Orten“, aufgezeigt und verschiedene Werkzeuge wie Entsiegelung, Möglichkeiten der Verschattung, die Bereitstellung von Trinkwasser und zusätzliche Bepflanzungen aufgelistet. Grundsätzlich sehen die Rathausgrünen die Stadt bereits auf einem guten Weg.
„Unsere Anträge zu weiteren Bepflanzungen des öffentlichen Raumes, kostenlosen Hausbäumen sowie einer Umgestaltung in Richtung Schwammstadt helfen bereits jetzt gegen Extremwetterereignisse. Auch der Ausbau von Trinkbrunnen wird vom Magistrat bereits umgesetzt. Der diesjährige Sommer hat jedoch deutlich gezeigt, dass es zeitnah größere Schutzmaßnahmen benötigt, damit alle die immer heißer werdenden Sommer gut überstehen können.“ Dr. Martin Hoppe-Kilpper, klimaschutzpolitischer Sprecher
Angesichts der angespannten Haushaltslage sei jedoch eine politische Priorisierung von Nöten.
„Wir können nicht sofort alle Vorschläge umsetzen. Deshalb sollten wir uns besonders auf gefährdete Gruppen wie Wohnungslose, Kinder und Ältere sowie auf stark frequentierte Bereiche konzentrieren." Dr. Martin Hoppe-Kilpper, klimaschutzpolitischer Sprecher
Aus Sicht der Grünen haben deshalb kurzfristig drei Bereiche Vorrang: Bildungseinrichtungen wie Schulen und Kitas sollen besser vor Hitze geschützt und ihre Außenflächen stärker verschattet werden. Auch an öffentlichen Orten wie Spiel- und Sportplätzen sollen zusätzliche Schattenflächen entstehen. Außerdem soll die Verwaltung zunächst besonders stark durch Hitze belastete Plätze (sogenannte Hitzeinseln) identifizieren und Vorschläge erarbeiten, wie sie durch Entsiegelung, Bepflanzung und Verschattung hitzeresilienter gestaltet werden können.
Der Hitzeaktionsplan mitsamt Maßnahmenkatalog wurde heute, am 29. September 2026, von Bürgermeisterin Nicole Maisch offiziell vorgestellt. Der Plan geht auf einen gemeinsamen Antrag der damaligen Jamaika-Koalition aus Grünen, CDU und FDP aus dem Jahr 2023 zurück.