Grüner Blick

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January

2026

Legislaturperiode 2021 bis 2025: Grüne Rathausfraktion zieht positive Bilanz

Positive Entwicklung in vielen Bereichen

Die laufende Legislaturperiode der Stadtverordnetenversammlung neigt sich dem Ende entgegen. Die Rathausgrünen ziehen angesichts zahlreicher Erfolge in verschiedenen Politikfeldern eine positive Bilanz. So wurden u.a. bei der Energiewende und beim Klimaschutz, beim Ausbau der Betreuungsplätze und der Schaffung bezahlbaren Wohnraums, bei Bildung und Jugendförderung, in Sachen Kultur, Sport und Vielfalt sowie der Verkehrsentwicklung und dem Tier- und Naturschutz messbare Verbesserungen erreicht.

„Kassel ist zurecht Deutschlands Glückshauptstadt. Wir arbeiten daran, den Titel auch 2026 zu verteidigen.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Ambitionierter Klimaschutz und Rekorde beim Ausbau erneuerbarer Energien

Kassel ist bundesweit ein Vorbild in Sachen Klimaschutz. So sind die CO2-Emmissionen im Stadtgebiet von 6,5 Tonnen (2019) auf 5,5 Tonnen (2023) bereits deutlich gesunken. Grund dafür ist der ambitionierte Ausbau der erneuerbaren Energien. Vor allem im Bereich der Photovoltaik nimmt Kassel eine Vorreiterrolle ein: Alleine im Jahr 2024 wurden mit 12,3 Megawatt so viele PV-Anlagen wie nie zuvor im Stadtgebiet errichtet.

„Dank der Förderung privater Balkonkraftwerke profitieren Kassels Bürger*innen auch unmittelbar von der Energiewende. Im ersten Jahr des Förderzeitraums wurden bereist fast 2.000 private Balkonkraftwerke gefördert.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Besonders positiv für das Stadtklima wird sich der nahende Kohleausstieg im Jahr 2026 bemerkbar machen. Hinzu kommt die Pflanzung zahlreicher neuer Stadtbäume, die auf dem Weg zur Stadt der 100.000 Bäume umgesetzt wird. Auch dabei werden Kassels Bürger*innen aktiv beteiligt. Im Rahmen der Aktion Hausbäume verschenkt die Stadt klimaresistente Bäume an Privathaushalte. Über 600 Hausbäume schmücken bereits Kassels (Vor-)Gärten.

„Begrünung und Entsiegelung helfen uns dabei, Unwetterschäden zu minimieren. Extremwetterereignisse wie der Starkregen im Juni 2023 treten immer häufiger auf. Alleine für die Stadt Kassel ist damals ein Schaden in Höhe von über 15 Millionen Euro entstanden.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Wohnbauoffensive und neue grüne Treffpunkte

Wichtige Maßnahmen zur Klimaanpassung berücksichtigt Kassel dank grünem Antrag auch bei der Wohnbauoffensive. Das Prinzip der Schwammstadt wird z.B. im Projekt am ehemaligen Jordan-Areal in Süsterfeld-Helleböhn angewandt. So weicht eine Betonwüste einem grünenWohnviertel. Auch die Entwicklung des Salzmann-Areals in Bettenhausen nach Jahrzehnten des Stillstands erfreut die Rathausgrünen. Insgesamt entstehen in den kommenden Jahren über 1.000 neue Sozialwohnungen – auch dank Verzehnfachung des städtischen Budgets.

„Um die Aufenthaltsqualität in den Quartieren zu erhöhen, setzen wir auch auf neue grüne Treffpunkte wie dem neuen Quartiersplatz Forstfeld Mitte und den neugestalteten Pferdemarkt in Wesertor.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Weltoffene Stadt für alle und neue Schutzräume

Um Teilhabe für alle zu schaffen, hat Kassel im Jahr 2024 nicht nur erstmals eine hauptamtliche Behindertenbeauftragte eingestellt, sondern auch niedrigschwellige Förder- und Beratungsangebote für Migrant*innen deutlich ausgebaut.

„Kassel ist solidarisch und weltoffen. Wir bauen Barrieren ab und schaffen wichtige Schutzräume.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Außerdem hat im Jahr 2024 Nordhessens erstes Queeres Zentrum in Kassels Innenstadt eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Weitere wichtige Schutz- und Rückzugsräume wie das Kasseler Frauenhaus konnten um 14 Plätze erweitert werden oder wurden wie der erste Wärmeraum für Obdachlose im Jahr 2025 eröffnet. Auch die Grundsteinlegung des Kleine Riesen Haus für schwerkranke Kinder am Fasanenhof hatbereits stattgefunden. Dort soll auch das zweite hessische Childhood-Haus für durch Gewalt traumatisierte Kinder einziehen.

Hochwertiger Lebensraum für Mensch und Tier

Zu einer lebenswerten Stadt gehören auch eine gesunde Flora und Fauna. Die Renaturierung der Drusel kommt nicht nur Natur- als auch Artenschutz zu Gute, sondern ist eine wichtige Maßnahme für den Hochwasserschutz.

„Als zweitgrünste Stadt Deutschlands besticht Kassel durch eine hohe Umweltqualität und viele naturnahe Naherholungsmöglichkeiten.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Um Konflikte zwischen Tieren und Menschen zu minimieren, hat Kassel im Jahr 2025 erstmals eine Stadttaubenbeauftragte angestellt, die für eine kleine und gesunde Taubenpopulation sorgt. Außerdem wurde in Kassel ein Pilotprojekt gestartet, um Waschbären zu sterilisieren und somit tierschutzgerecht und nachhaltig gegen die gestiegene Zahl Population vorzugehen. Die Rathausgrünen hoffen auf eine baldige Wiederaufnahme des Projektes, das auf Grund rechtlicher Fragen vorübergehend gestoppt wurde.

Rekordinvestitionen in Bildung und mehr Gehör für die Jugend

Mit Rekordinvestitionen baut und saniert Kassel die hiesigen Schulen und Kitas, z.B. in Phillipinenhof-Warteberg, Jungfernkopf, Wolfsanger, Nordshausen, Kirchditmold und Oberzwehren. Seit 2021 sind 1.500 neue Betreuungsplätze in Kitas, Horten und Krippen entstanden und mit der Gesamtschule Nord+ in Nord-Holland sowie der Offenen Schule Waldau entstehen echte Leuchtturmprojekte. Dank IT-Support und tausend neuen modernen Endgeräten ist Kassel auch ein Vorreiter in Sachen digitalisiertem Unterricht.

„Investitionen in die Bildung sind Investitionen in die Zukunft.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Auch in Sachen Schulwegsicherheit hat die Stadt wichtige Maßnahmen ergriffen. Für die Grundschule Am Heideweg wurde erstmals eine Schulstraße errichtet. Mehr Gehör findet die Jugend auch dank des neuen Jugendgremiums, das im Jahr 2025 erstmals seine Arbeit aufgenommen hat.

Mehr Sport und Kultur statt Leerstand

„Kassel hat viel zu bieten. Der Kultur- und Sportstandort hat sich hervorragend entwickelt.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Vor allem die Jugend profitiert von einer deutlich höheren städtischen Sportförderung. Auch das kostenlose Hortschwimmen in den Schulferien erfreut sich großer Beliebtheit: über 1.000 Kinder haben dort seit 2022 schon Schwimmen gelernt.

Auch die Infrastruktur hat sich deutlich verbessert. Während in der Südstadt ein echter Kultur- und Sportcampus mit Kassels erster Multifunktionsarena, geplanter zweiter Eishalle und der Interimsspielstätte für das Staatstheater entstandenist, wurde auch die Innenstadt kulturell aufgewertet. Mit dem Zentrum für Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Arbeitsraum für kreative Köpfe entstanden und auch im ruruHaus und dem Roten Palais weicht Leerstand gut erreichbaren Begegnungsräumen.

Gute Mobilität für alle

Damit alle ihren Weg zum Sport, ins Theater, zur Schule oder Arbeit sicher zurücklegen können, wurden wichtige Wege auch für das Fahrrad fit gemacht. Die neuen Fahrradstraßen und Fahrradzonen wie in Wehlheiden oder im Vorderen Westen durch das Königstor und die Goethestraße sind wichtige Schritte zu einem durchgängigen Radwegenetz. Dank grünem Antrag und ehrenamtlichem Einsatz der Gruppe KARLA gibt es bald auch in jedem Stadtteil kostenlos ausleihbare E-Lastenräder. Bereits verfügbar sind diese u.a. schon in der Unterneustadt und in Bad Wilhelmshöhe.

„Der Radverkehrsanteil hat sich zwischen 2008 und 2023 mehr als verdoppelt. Das bestätigt uns in unserem Einsatz für eine gute Infrastruktur für alle Verkehrsteilnehmenden.“ Eva Koch und Christine Hesse, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion

Auch der ÖPNV fährt seit Ende 2025 am Wochenende länger. Grünes Ziel bleibt die Anbindung des Welterbes durch die Herkulesbahn, die laut Gutachten technisch machbar, ökologisch verträglich und förderfähig ist. Damit auch Anwohner*innen an Kassels Hauptstraßen gut schlafen können, greifen seit 2024 Verkehrsberuhigungen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Davon profitieren u.a. die Menschen in Harleshausen, Rothenditmold und Niederzwehren.