Grüner Blick
09
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February
2026
Kassel will die Gründungskultur verbessern. Dabei geht es um die Stärkung der regionalen Innovationskraft, also der Unternehmensgründungen vor Ort. Dazu sollen verwaltungsinterne Maßnahmen beitragen, wie es die Jamaika-Koalition aus Grünen, CDU und FDP in einem gemeinsamen Antrag fordert. Dazu zählt ein Gründungskompass, der als Leitfaden durch die notwendigen Schritte einer Unternehmensgründung führt, Ansprechstellen aufzeigt und praxisnahe Hilfestellung bietet. Außerdem nennt der Antrag eine digitale Gründungsplattform, auf der alle relevanten Informationen, Antragswege und Beratungsangebote gebündelt und leicht zugänglich dargestellt werden.
„Dieser Antrag ergänzt gewissermaßen die Magistratsvorlage zu Ausbau und Sanierung des Gründerzentrums FiDT auf der Marbachshöhe, die wir bereits beschlossen haben. Dort ging esin erster Linie um ‚harte‘ Standortfaktoren und Räumlichkeiten. In unserem Antrag hier stehen eher die ‚weichen‘ Standortfaktoren im Vordergrund.“ Dorothee Köpp, wirtschaftspolitische Sprecherin der Rathausgrünen
Ein Änderungsantrag der SPD erhielt keine Mehrheit. „Der Inhalt des Antrages, nämlich dass Start-ups bei der Auftragsvergabe berücksichtigt werden sollen, ist banal – dafür braucht es keinen Antrag. Im Übrigen setzt das Vergaberecht Rahmen und Grenzen bei der Vergabe. Sollte mit dem Antrag eine Bevorzugung von Start-up gemeint und gewollt sein und dies als Regel hier noch beschlussmäßig festgeschrieben werden, so ist das ziemlich bedenklich und sicher so nicht zulässig“, erläutert Köpp.