Grüner Blick
08
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June
2026
Die Stadt Kassel unterstützt die lokale Kulturszene durch finanzielle Zuwendungen. Unter anderem sieht der Magistrat vor, die Club- und Live-Musik-Szene zu fördern und dem Trend des sogenannten Clubsterbens entgegenzuwirken. Dafür hat sich die grüne Fraktion lange Jahre stark gemacht. Für temporäre Kulturprojekte verschiedener Kulturinitiativen und Kulturschaffender steht ein Betrag in Höhe von gut 625.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich sind erhöhte Zuwendungen an Kulturinstitutionen zur Absicherung der laufenden Arbeit in Höhe von insgesamt 92.000 Euro eingeplant. Zuständig für die Vergabe ist das Kulturamt.
„Gegenwärtig durchlebt eine Vielzahl von Kulturschaffenden, dass Projekte auf Bundes- und Landesebene wegfallen oder gestreckt oder gekürzt werden“, bemerkt Gernot Rönz, kulturpolitischer Sprecher der Rathausgrüne. „Natürlich kann die Kommune als unterste Ebene hier nicht einspringen und wegfallende Mittel ausgleichen. Das, was die Kommune aber machen kann, ist selbst bei ihren Träger*innen genau hinzuschauen und gegebenenfalls gegenzusteuern.“ Als Beispiele für langjährige zuverlässige Kulturakteur*innen in Kassel nennt Rönz das Spohr Museum, die Stiftung Brückner-Kühner und den Randfilm. „Hier mit Augenmaß bisherige Förderungen aufzustocken, ist aus unserer Sicht der richtige Weg.“ Um Unterstützung bemüht sich der Magistrat laut Rönz auch für den Hochbunker Agathof, den Verein Klangkeller und das Sandershaus als kulturelle Begegnungs- und Veranstaltungsorte.
„Wir halten die Vorlage für richtig und wichtig und sind dem gesamten Magistrat sehr dankbar, dass er in diesen schwierigen Zeiten der Kasseler Kulturszene etwas mehr Spielraum einräumt.“ Gernot Rönz, kulturpolitischer Sprecher