Grüner Blick

09

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February

2026

Nachgefragt: Frauensauna, Airport Kassel, Brüder-Grimm-Professur und Herkulesbahn

In der Fragestunde wollte Anja Lipschik, sozialpolitische Sprecherin der grünen Rathausfraktion, wissen, obdie Zeiten der Frauensauna im Auebad ausgeweitet werden können. Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller antwortete, dass die Zeiten bereits ausgeweitet wurden und künftig noch einmal ausgeweitet werden.

Aktuell findet die Frauensauna einmal im Monat an einem Donnerstag von 16 Uhr bis 22 Uhr statt (vorher von 18 Uhr bis 22 Uhr). Bald soll die Frauensauna jeden Dienstag von 16 Uhr bis 22 Uhr stattfinden. Statt 4 Stunden im Monat gibt es dann durchschnittlich 24 Stunden monatlich Zeit, unter Frauen zu saunieren.

 

Eva Koch, Fraktionsvorsitzende der Rathausgrünen, fragte, wie der Magistrat die wirtschaftliche Entwicklung des Kasseler Flughafen einschätzt. Dr. Sven Schoeller verwies auf die historisch schlechten Fluggastzahlen im Jahr 2025: Von Januar bis inklusive November nutzten weniger als 30.000 Passagier*innen den Kassel Airport. Das entspricht einem Rückgang um 64,4% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2024.

Am Flughafen Paderborn seien es von Januar bis November 2025 702.000 Fluggäste gewesen. Ein Gutachten zum Kassel Airport hatte im Jahr 2006 noch einen „worst case“ von mindestens 322.000 Fluggästen pro Jahr prognostiziert. Dies entspricht mehr als dem Zehnfachen der realen Zahlen.

Der Kulturpolitische Sprecher der Rathausgrünen Gernot Rönz fragt den Magistrat, welche Folgen der durch Kürzungen der Landesregierung (CDU/SPD) geplante Wegfall der „Brüder-Grimm-Professur“ für Kassel habe.

Der zuständige Kulturdezernent Dr. Sven Schoeller erklärte, dass die Professur seit 2012 mit Professor Holger Erhardt besetzt sei und die Landesregierung die Professur nach Ende seiner Lehrtätigkeit im Jahr 2031 nicht neu besetzen wolle. Die Professur sei jedoch elementarer Bestandteil des dreigliedrigen dezentralen Grimmkonzepts, das von Stadt Kassel, Universität Kassel und Grimmwelt aufrechterhalten werde. Laut Schoeller habe sich das Konzept bewährt und sei wichtiger Bestandteil der Identität der Grimmstadt Kassel. Ein Wegfall der Forschung rund um die Brüder Grimm würde eine große Lücke hinterlassen.

Die Nachfrage, ob sich der Magistrat für den Erhalt der Professur einsetze, bejahte Scholler. Er sei in gutem Austausch mit dem zuständigen Minister Timon Gremmels (SPD).

Die grüne Stadtverordnete Karin Müller fragte Stadtklimarätin Simone Fedderke, welche Schritte bzgl. einer neuen Herkulesbahn geplant seien. Fedderke erläuterte, dass eine neue Herkulesbahn förderfähig sei und die Verwaltung deshalb prüfe, welche Fördermittel in welcher Höhe abrufbar seien. Die Details einer möglichen Finanzierung werden demnach geprüft. Im Sommer könnten möglicherweise konkretere Informationen in den Gremien behandelt werden.