Grüner Blick
09
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February
2026
Das Wilhelmsgymnasium wird erweitert. Für künftig bis zu 1.440 Schüler*innen soll im nördlichen Bereich des Schulgeländes in Bad Wilhelmshöhe ein Neubau entstehen. Hier wird Raum für rund 30 Klassen der Jahrgänge 5 bis 9 entstehen. Der Bau wird von der städtischen Tochtergesellschaft Stadt Kassel Immobilien GmbH & Co. KG (SKI) nach hohen Umweltstandards realisiert.
„Was hier entsteht, ist kein beliebiger Neubau. Es entsteht ein moderner, nachhaltiger und pädagogisch zukunftsfähiger Lernort. Das ist kein Luxus. Das ist eine notwendige Investition in die Zukunft unserer Stadt.“ Katharina Griesel, bildungspolitische Sprecherin der Rathausgrünen
Die Stadtverordneten haben zugestimmt, dass die Stadt mit der SKI einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren über die sich aus den Herstellungskosten abgeleiteten Miete in Höhe von bis zu 2,76 Millionen Euro pro Jahr abzuschließen.
Bereits 2020 wurde das Wilhelmsgymnasium als SKI-Projekt gemeinsam mit weiteren Schulbauvorhabenbeschlossen – getragen von SPD und CDU. Die Grünen hatten diesen Projekten damals nicht zugestimmt. Dabei war es nicht um Ablehnung von Schulbau gegangen, sondern um die Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt weder beim Wilhelmsgymnasium noch beim Friedrichsgymnasium eine dringend notwendige Sanierung anstand.
„Doch Politik ist kein starres Konstrukt. Politik lebt davon, auf neue Realitäten zureagieren. Diese neue Realität ist für uns eindeutig: Die Schüler*innenzahlen am Wilhelmsgymnasium sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Folge ist Raumnot. Und diese Raumnot ist nicht hausgemacht. Sie ist nicht das Ergebnis kommunaler Fehlentscheidungen, sondern Ausdruck einer Entwicklung, die die Stadt nicht steuern konnte – auf die sie als Träger aber reagieren muss.“ Katharina Griesel, bildungspolitische Sprecherin der Rathausgrünen