Grüner Blick
21
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April
2026
Die grüne Rathausfraktion sieht sich durch aktuelle Äußerungen der hessischen Landesregierung in ihrer Kritik am Kassel Airport bestätigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens, Staatssekretär Kaesbach (CDU), hatte eine „strategische Weiterentwicklung“ angekündigt. Aus grüner Sicht ist es unabdingbar, dass alle Beteiligten von nun an transparent und kritisch mit dem Projekt umgehen.
Der Fall Fischer Air und die seit Monaten immer wieder verschobenen Flüge seien ein warnendes Beispiel dafür, dass zu lange und zu unkritisch auf Verkehrsluftfahrt gesetzt wurde.
„Wir halten es nach wie vor für unverantwortlich, dass am Kassel Airport Urlaubsflüge mit Steuermitteln subventioniert werden. Die Fluggastzahlen in Calden zeigen außerdem, dass der Bedarf an Verkehrsflughäfen in der Region gedeckt ist.“ Eva Koch, grüne Fraktionsvorsitzende
Mit den Standorten in Hannover, Paderborn/Lippstadt, Erfurt-Weimar und Frankfurt am Main sei die Konkurrenz in mittelbarer Nähe schlicht zu groß.
Die demokratischen Parteien seien nun aufgerufen, ein zukunftsfähiges Modell zu entwickeln und das Beste aus dem Standort zu machen.
„Es stehen verschiedene Nutzungsmöglichkeiten im Raum. Diese sollten auch in den Gremien aller Anteilseigner transparent und kritisch diskutiert werden." Eva Koch, grüne Fraktionsvorsitzende
Nur mit einem klaren Kurswechsel könne Vertrauen zurückgewonnen und eine nachhaltige Perspektive für den Standort geschaffen werden.