Grüner Blick
22
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January
2026
Der Airport Kassel bleibt ein kostspieliges Zuschussgeschäft auf Kosten der Steuerzahler*innen. Das zeigen die jahrelangen Negativschlagzeilen und die ausbleibende Wirtschaftlichkeit des Flughafens. Die grüne Rathausfraktion kritisiert, dass das Projekt weiterhin mit öffentlichen Mitteln künstlich am Leben gehalten wird, obwohl sich auch neuerliche Versprechungen wie die angekündigten Flugverbindungen bereits als unzuverlässig und realitätsfern erwiesen haben.
„Es ist erstaunlich, mit welcher Beharrlichkeit weiterhin Millionen an Steuergeldern durch den Airport Kassel verbrannt werden, während wir das Geld an anderer Stelle dringend gebrauchen könnten. Es ist unbegreiflich, dass den Hochschulen ein bedrohlicher Sparkurs auferlegt wird und gleichzeitig viel Geld in einen Flughafen fließt, der nur für bundesweites Kopfschütteln sorgt.“ Eva Koch, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion
Aus grüner Sicht gäbe es deutlich sinnvollere Möglichkeiten, die für den Erhalt des Flughafens notwendigen Millionen zu investieren. Dazu zählt neben der Unterstützung der Universität Kassel auch der Ausbau des ÖPNV und des bezahlbaren Wohnraums.
Für Kopfschütteln sorgen auch die neuesten Entwicklungen: Der Start der neu gegründeten Fluggesellschaft Fischer Air, die ab Dezember vier neue Ziele ansteuern sollte, musste bereits mehrfach verschoben werden. Außerdem scheiterten Verhandlungen des Flughafens mit Ryanair und der Winterflugplan wurde erneut kurz vor Beginn zusammengestrichen.
Nach wie vor fordert die grüne Rathausfraktion einen konkreten Plan der schwarz-roten Landesregierung und der nordhessischen Unterstützer*innen des Flughafens, wie das Defizit des Airports minimiert werden soll.
„Trotz angespannter wirtschaftlicher Lage wird Steuergeld in ein Projekt gepumpt, das seit Eröffnung Verluste schreibt und ausschließlich neue Märchen über eine baldige Besserung produziert. Das ist weder verantwortungsvoll noch nachhaltig." Eva Koch, Vorsitzende der grünen Rathausfraktion