Grüner Blick
09
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February
2026
Die Stadt Kassel übernimmt zum 1. August 2026 wieder die Aufgaben der schulbezogenen Sozialarbeit. Bislang lag die Umsetzung bei der StadtBild gGmbH auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Kassel. Mit dem anstehenden Rechtsanspruch nach dem Ganztagsförderungsgesetz brauchte es nun klare Zuständigkeiten und langfristige Sicherheit. Schulbezogene Sozialarbeit, kurz SchubS, gibt es in Kassel bereits seit 2011.
„Denn schon früh war klar: Ganztag funktioniert nicht von allein. Wo Unterricht, Betreuung und zusätzliche Angebote zusammentreffen, braucht es Koordination, Konzeptarbeit und professionelle Begleitung. Genau dafür wurden die SchubS-Kräfte eingesetzt.“ Katharina Griesel, bildungspolitische Sprecherin der Rathausgrünen
„Schon früh haben wir Grünen erkannt, wie entscheidend der Ganztagsausbau für Bildungsgerechtigkeit ist. Während andere diesen Weg belächelt haben, war unser Anspruch klar: Bildung, Betreuung und Erziehung zusammenzuführen – im Sinne eines erweiterten Bildungsbegriffs und mit dem Ziel, allen Kindern bessere Chancen zu ermöglichen. Heute ist das die Realität." Katharina Griesel, bildungspolitische Sprecherin der Rathausgrünen
An jedem Ganztagsstandort in Kassel arbeitet laut Griesel eine sozialpädagogische Fachkraft aus dem SchubS-Team. „Schulbezogene Sozialarbeit verbindet professionelles sozialpädagogisches Handeln mit dem Gestaltungsauftrag zur Ganztagsschulentwicklung an unseren Grundschulen. Sie ist kein Zusatz mehr – sie ist unverzichtbar.“
Die Änderung des Kooperationsvertrags hat für die SchubS-Fachkräfte ganz konkrete Vorteile: Denn sie werden künftig regulär nach Tarif bezahlt und erhalten die gleichen Benefits wie andere städtische Mitarbeitende. „Das ist Wertschätzung in der Praxis – und ein entscheidender Beitrag zur Fachkräftesicherung.“ Für das Schuljahr 2026/27 entsteht durch die Umstellung ein Mehrbedarf von 389.000 Euro.
„Diese Entscheidung stärkt den Ganztag, stärkt die Qualität und stärkt vor allem die Menschen, die ihn Tag für Tag mit Engagement und Professionalität gestalten. Genau deshalb ist diese Vorlage ein starkes Signal für gute Bildungspolitik in Kassel – und sie verdient unsere volle Unterstützung.“ Katharina Griesel, bildungspolitische Sprecherin der Rathausgrünen