Grüner Blick
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February
2026
Seit dem 1. Juli 2025 gilt in Kassel eine Übernachtungssteuer. Das heißt, dass seitdem für Gäste fünf Prozent des Nettopreises für eine Übernachtung mehr fällig werden. Die SPD hatte nun gefordert, diese auch Bettensteuer genannte Abgabe abzuschaffen und einen Tourismusbeitrag einzuführen. Der Antrag erhielt keine Mehrheit. Dorothee Köpp, wirtschaftspolitische Sprecherin der Rathausgrünen, erklärt, warum:
„Wir Grünen finden es natürlich weiterhin sinnvoll, einen Tourismusbeitrag und nicht eine Übernachtungssteuer zu erheben. Allerdings waren es entsprechende landesrechtliche Verordnungen, die den Magistrat daran gehindert haben, schon im letzten Jahr einen Tourismusbeitrag zu erheben.“ Dorothee Köpp, wirtschaftspolitische Sprecherin der Rathausgrünen
Nach hessischem Landesrecht ist es laut Köpp nicht gestattet, die beiden Prädikate „Kurort“ und „Tourismusort“ zeitgleich zu führen:
„Das ist im Hinblick auf den Stadtteil Bad Wilhelmshöhe relevant, der sein Prädikat als Kurort verständlicherweise nicht verlieren will.“ Dorothee Köpp, wirtschaftspolitische Sprecherin der Rathausgrünen
Grundsätzlich halten die Grünen einen Tourismusbeitrag für die bessere Alternative als eine Steuer. Denn Beiträge können rechtlich immer nur zweckgebunden erhoben werden. Das bedeutet: Die Erträge des Tourismusbeitrags würden zweckgebunden auch wieder in die Tourismusförderung fließen. Die Übernachtungssteuer hingegen ist – wie jede Steuer – nicht zweckgebunden, sondern fließt ins allgemeine Stadtsäckel und ist allgemein einsetzbar.
„Sollten dahingehend landesrechtliche Änderungen eintreten, bin ich mir sicher, dass der Magistrat von sich aus reagieren und statt einer Steuer einen Tourismusbeitrag erheben würde.“ Dorothee Köpp, wirtschaftspolitische Sprecherin der Rathausgrünen